Wissenschaftliches Programm

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Hauptprogramm Freitag 7 Fortbildungspunkte (KZVB)


Rainer Schöttl, D.D.S.(USA), Erlangen: 
Die Dynamik im Kausystem

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden Artikulatoren mit zunehmender Komplexität entwickelt, um die menschlichen Kieferbewegungen im zahntechnischen Labor bei der Anfertigung von dentalen Arbeiten nachvollziehen zu können. In der Überzeugung, dieses Ziel sehr präzise erreicht zu haben, versteht und definiert man heute oft diese komplitzierten Bewegungsabläufe anhand derer, die im Artikulator widergegeben werden und simplifiziert sie dabei erheblich, während man wichtige Aspekte der Funktion aus dem Auge verliert. Dieses unvollständige Verständnis der Funktion führt zu Problemen bei der Bewältigung der Sysfunktionen, die immer weiter verbreitet anzutreffen sind.


Dr. Andreas Quast,  Friedhelm Becker, Bielefeld: 
Myozentrik und F.O.I. - ein interdisziplinärer Ansatz in der ganzheitlichen Funktionstherapie 

Bei der Therapie der CMD und posturaler Dysbalance spielen ganzheitliche Aspekte in der Diagnostik und interdisziplinäre Ansätze eine wichtige Rolle. Es wird ein Praxiskonzept vorgestellt, in das u.a. Mikronährstoffanalysen , bioenergetische Tests und manuelle Therapie integriert sind.

Die F.O.I. - funktionelle Orthonomie und Integration – hat sich dabei als sehr effektive Technik im Teamwork mit der Myozentrik erwiesen.


Prof. Dr. Wibke Bein-Wierzbinski, Hamburg:
Die Funktion der Zunge auf Okklusion, Haltung und Atmung - Diagnostik und Behandlung

Die Zunge ist nicht nur zum Schmecken dar, sondern nimmt eine besonders wichtige Rolle bei der funktionellen Entwicklung des orofazialen Systems ein mit Auswirkungen auf Atmung und ganzkörperlicher Haltung. Entwicklungsabweichungen auf dem Behandlungsstuhl zu erkennen und diese mit gezielten Übungen im häuslichen Rahmen zu beheben, erleichtern die kieferorthopädische Behandlung und reduzieren Rezidive.


Dr. Nadine Herwig, Leipzig:
Canabinoide bei chronischen Beschwerden

Verschiedene Inhaltsstoffe der Cannabispflanze können bei chronischen Schmerzen, Erschöpfung, Depression und Schlafstörungen erfolgreich eingesetzt werden. Über die Auswahl und Anwendung.


Prof. Dr. Armin Bolz, Erlangen:
Die transkutane Vagusnervstimulation (tVNS) - ein Ansatz zur Wiederherstellung der sympathovagalen Balance

Die sympathovagale Balance spielt eine zentrale Rolle bei der Anpassung des Körpers an Stress und Erholung und hat starken Einfluss auf den Muskeltonus, die psychische Grundverfassung, entzündliche Vorgänge und vieles mehr. Seit einigen Jahren gewinnt die transkutane Vagusnervstimulation (tVNS) mehr und mehr an Bedeutung, u.a. bei der Therapie von starken Depressionen, Darmerkrankungen oder der Rehabilitation nach Schlaganfällen.

Im Rahmen des Vortrages werden die physiologischen Grundlagen der sympathovagalen Balance sowie der technischen Umsetzung der tVNS erläutert und einige klinische Ergebnisse vorgestellt. Erste Erfahrungen der Auswirkungen von tVNS auf den Bereich der CMD werden ebenso diskutiert.


Prof. Dr. Max Hilz, Erlangen:
Stress und seine Folgeerkrankungen sowie der Nutzen von Entspannungsverfahren

Was bei akutem und bei chronischem Stress physiologisch abläuft, warum wir Stress-Antworten zum Überleben benötigen, welche Schäden bei akutem und besonders bei chronischem Stress entstehen und welche Verfahren bei Stress eine wirksame Gegenreaktion und somit auch Entspannung bewirken können. Als konkretes Beispiel dient das autogene Training. 


Hauptprogramm Samstag 7 Fortbildungspunkte (KZVB)


Sabine Völker, Bad Wiessee:
Somatic Experiencing nach Levine

Körperorientierte Traumaarbeit zur Wiederherstellung der natürlichen Selbstregulation durch das vegetative Nervensystem.


Prof. Dr. Jürgen Vormann, München:
Der Demenz ein Schnippchen schlagen - Mit Ketonen, Basen und Magnesium die kognitiven Fähigkeiten erhalten

Leider ist zunehmendes Alter oft mit Leistungseinschränkungen des Gehirns verbunden. Ursache ist oft eine unzureichende Energieversorgung. Da auch das Gehirn auf Insulin für einen adäquaten Metabolismus von Glukose angewiesen ist und die Insulinversorgung abnimmt, kann mit Ketonen ein alternativer Brennstoff bereitgestellt werden. Gleichzeitig muss mit einer lokalen Azidosevermeidung Ablagerungen im Gehirn entgegengewirkt werden. Eine Überstimulation von NMDA-Rezeptoren und Verbesserung des Energiestoffwechsels lassen sich mit erhöhter Magnesiumzufuhr vermeiden. Eine Übersicht über neue wissenschaftliche Erkenntnisse.


Dr. Heiner Biedermann, Köln:
Der funktionelle Zusammenhang zwischen Kopfgelenken und der
temporo-mandibulären Region - anatomische, diagnostische & therapeutische Aspekte 

  • Funktion der HWS (bes. der oberen HWS)
  • Oft unerkannte Folgen eines HWS Traumas
  • Funktionelle Wechselspiele HWS-Kausystem beim Menschen
  • Möglichkeiten zum Screening und zur weiteren Diagnose bei HWS Dysfunktion (CCD)
  • Therapiemöglichkeiten für die HWS und deren Risiken
  • Kooperation bei der Therapie der CCD und CMD


Dr. Patrick Bartschat, Aachen:
Doktrinfreie, rationelle CMD-Therapie 

Für die Therapie der CMD werden oft aufwändige Apparaturen und Zusatzausbildungen als eine für den Zahnarzt unabdingbare Vorbedingung postuliert. Meist macht das diese Therapien vor allem teuer und für den Patienten kaum durchschaubar. Aber es gibt auch ganz einfache, kostengünstige Alternativen.


ZTM Michael Schreyer, Bayreuth:
Schienen und Prothesen digitalisieren und kopieren 

Ist eine CMD-Schiene einmal so eingeschliffen, dass sie optimal funktioniert, so kann es ein Drama sein, wenn sie zerbricht oder verloren geht. Es wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich Schienen passgenau duplizieren lassen, das auch für Prothesen anwendbar ist, wobei auch unkonventionelle Kunststoffe wie Acetal zum Einsatz kommen können.


Anmeldung Online oder mit dem Tagungsflyer


Leipzig am 13.- 14. März 2026        Hotel »

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